Stettiner Haff und Vineta, die versunkene Stadt

Hier entsteht dieTörnplanung  2018 –             Geschwadersegeln mit Kleinkreuzern !

11. Juli bis 3. August – davon aber nur 3 Wochen)

Boddengewässer Ost

Wir segeln mit unserem Kleinkreuzer drei Wochentörns entlang der Halbinsel Wolin (1) bis nach Dievenow, in den Dammscher See bis nach Stettin (2) und zurück ins Achterwasser, westlich Usedom (3). Geschwadersegler sind als Begleitung willkommen – ansonsten trifft man sich im Hafen oder vor Anker in einer der vielen geschützten Buchten und tauscht sich über seine Erlebnisse auf See und an Land aus.

In Ueckermünde gibt’s Kran- und Slipmöglichkeit sowie Stellplatz für Auto und Trailer. Dort findet das Musikfest statt. Wir treffen uns am ersten Abend auf dem Marktplatz zu Musik, Makrele und Met. Mit der frühen Brückenöffnung laufen wir gen Polen aus. Etwa auf 53˚ 44,8΄ N und 14˚16,3΄ E passieren wir die polnische Grenze und laufen in den Neuwarper See zum Anleger Nowe Warpno. Natur pur, die St. Marienkirche – und sonst nichts! ;-))

Damit sind wir gut gerüstet für die Suche nach der sagenhaften Stadt Vineta! Der Sage nach ging Vineta bei einem Sturmhoch-wasser unter, eine Gottesstrafe wegen des moralischen Verfalls der Städter. Noch heute sollen die Glocken aus der Tiefe des Meeres zu hören sein. Der berühmte Pathologe Rudolf Virchow war davon überzeugt: „Vineta ist Wollin“. Ausgrabungen in den 1930er Jahren scheinen diese These zu stützen. Die Stadt Wolin liegt an der Dievenow, einem Meeresarm der Ostsee. Sie bietet eine reizvolle Innenstadt, ein Freilichtmuseum der Wikingersiedlung und ein Heimatmuseum mit Ausgrabungsfunden.

Die Hansestadt Wolin beteiligte sich, wie auch andere Hansestädte, an der Jagd auf die Vitalienbrüder.  Klaus Störtebecker und Gödecke Michels wurden schließlich 1401 auf dem Grasbrock in Hamburg enthauptet. Welche Relevanz das für unseren Seetörn hat? Es gibt Indizien dafür, dass meine Urgroßmutter von Gödecke abstammt. Zum Segeln bin ich gekommen, weil ich als Jugendlicher die Seeräubergeschichten gelesen habe. Und schließlich habe ich viel später mal in Hamburg auf dem Grasbrok gearbeitet, durfte bei der dort ansässigen Hanseatischen Trachtengruppe  Speedboot mit Blaulicht fahren.

Kamien-Pomorski ist schon Hinterpommern. Dort betrieb mein Urgroßvater ein Steinsetzmeistergeschäft als es noch Cammin hieß und deutsch war. 1945 gehörte auch er zu dem Flüchtlingstreck nach Westen.

Weiter geht´s nach Dievenow an der Ostseeküste. Meine Mutter hat begeistert viele  Geschichten erzählt, von der Zeit,  als sie als Kind in den weit verzweigeten Dünen und am endlos weiten Strand herumtollen durfte. Das werden wir ihr nachmachen!

Im Hafen Dievenow  werden  entscheiden, ob wir die Diewenow zurück kreuzen  oder lieber die 17 sm bis zur Mündung der Swina durch die freie Ostsee segeln – um danach dann 5 -7 sm  bis ins Stettiner Haff zu motoren.

Demnächst geht´s hier weiter nach Stettin  und ins Achterwasser.

Wer kommt mit?  Wer kennt das Revier und wen werden wir vielleicht unterwegs treffen?

Ich freue mich über einen Kommentar zu meinem  Beitrag!

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